Einsatzbereiche


Betoninstandsetzung

Betonbauteile sind je nach Exposition mehr oder weniger den Witterungseinflüssen ausgesetzt und können dadurch altern. Sie verlieren über die Jahre hinweg aufgrund des sinkenden des PH-Wertes im Beton und speziell an der Bewehrung ihren natürlichen Schutz. Je nach Qualität der hergestellten Betonbauteile entstehen aufgrund der Carbonatisierung des Betons und der Depassivierung des Stahls im Beton Schädigungen in der Betonstruktur und der Bewehrung.

Neben der Korrosion des Betonstahls durch Carbonatisierung entstehen Schädigungen an der Bewehrung durch das Einwirken von Chloriden in den Beton. Die entstehende Chloridkorrosion ist meist von außen nicht erkennbar und stellt dadurch eine schwelende Gefahr insbesondere in Tiefgaragen und sonstigen tragenden Betonbauteilen im Einwirkungsbereich von Tausalzen dar.

                   

Untergrundvorbereitung

Wichtigster Baustein bei der Instandsetzung von Betonbauteilen stellt die Untergrundvorbereitung dar. Nach dem Freilegen der schadhaften Betonteile ist die freigelegte Bewehrung sowie der Betonuntergrund für den nachfolgend einzubringenden Betonersatz vorzubereiten. Hierfür stehen im Wesentlichen zwei Verfahren zur Verfügung, die sich in der Instandsetzung durchgesetzt haben und die individuell auf die Instandsetzungsmaßnahme abzuwägen sind. Das Höchstdruck-Wasserstrahlverfahren eignet sich zum einen sowohl für den Abtrag von schadhaftem Beton sowohl lokal als auch flächig. Neben der wirtschaftlichen Abtragsmethode wird der Untergrund ideal für die nachfolgenden Schichten vorbereitet, da entsprechende Rautiefen hergestellt werden. Beim Druckluftstrahlen mit festem Strahlmittel können Oberflächen der Bewehrung und des Betons intensiv gereinigt werden und eine gezielte Rautiefe erzielt werden.


Betonersatzsysteme

Die Instandsetzung von Betonbauteilen dient der Sicherstellung und Wiederherstellung der Dauerhaftigkeit der Bauteile für die geplante Restnutzungsdauer. Je nach Festigkeit des Betons und der damit verbundenen Einstufung der Altbetonklasse ist ein Betonersatzsystem zu definieren, das die notwendigen Anforderungen an das Instandsetzungsprinzip erfüllt. Abzuwägen sind stets die Anforderungen an die Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit, Verkehrssicherheit und den Brandschutz. Für den Einbau von Betonersatzprodukten stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Diese können, insbesondere bei kleinflächigen Schadstellen händisch eingebaut werden aber auch im Spritzverfahren oder durch Verguss. In jedem Fall ist die vorhandene Bewehrung auf Schädigungen zu überprüfen und gegebenenfalls Bewehrung zu ergänzen.

 

Verstärkung von Betonbauteilen

Nicht alle Betonteile erfüllen im Zuge einer Nutzungsänderung von Gebäuden den aktuellen Anforderungen an die Standsicherheit und müssen gegebenenfalls verstärkt werden. Hier sind zunächst detaillierte statische Berechnungen notwendig. Für die Verstärkung von Betonbauteilen stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Eine dieser Möglichkeiten stellt die Verstärkung mit aufgeklebten oder auch in Schlitze eingeklebte CFK-Lammen dar. Hier sind spezielle Anforderungen an das auszuführende Unternehmen durch eine Zusatzqualifikation erforderlich. Des Weiteren unterliegen die speziellen Arbeiten einer intensiven Überwachung und Dokumentation.

Instandsetzung von Rissen

Grundsätzlich sind Risse in Betonkonstruktionen, die einer direkten Bewitterung ausgesetzt sind und Risse in Bodenflächen von begeh- und befahrbaren Flächen einer genauen Betrachtung zu unterziehen. Durch Risse können korrosionsfördernde Stoffe in die Betonkonstruktion eindringen und dort konzentriert die im Riss vorhandene Bewehrung angreifen. Es sind stets die Ursachen der Rissbildung zu untersuchen, um gezielt Maßnahmen ergreifen zu können, die für eine Risssanierung zielfördernd sind. Zum einen besteht die Möglichkeit einen Riss innerhalb der Konstruktion durch Injektion oder Vergießen mit unterschiedlichen Produkten zu stabilisieren und zum anderen können Risse oberflächige gegen das Eindringen von Wasser, und damit von Korrosionsfördernder Schadstoffe abzudichten.

Oberflächenschutzsysteme

Entsprechend der möglichen Instandsetzungsverfahren mit den dazugehörigen Instandsetzungsprinzipien können die Oberflächen von Betonbauteilen mit Oberflächenschutzsystemen (Beschichtungen) versehen werden. Der Zweck dieser Schutzsysteme ist es, zu verhindern, dass äußere Einwirkungen aus der Umwelt die Betonkonstruktion schwächen und somit die geplante Restnutzungsdauer erreicht werden kann. Welches System zur Anwendung kommt, ist durch das Instandhaltungskonzept zu definieren. Auch hier gibt es unterschiedliche Systeme, die zur Anwendung kommen können.

Neben dem Schutz gegen das Eindringen von Stoffen sowie das Regulieren des Wasserhaushaltes des Betons werden Oberflächenschutzsysteme auch zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit von Oberflächen und der Gebrauchstauglichkeit eingesetzt. Insbesondere in Parkhäuser und Tiefgaragen und auf anderen befahrbaren Flächen ist es wichtig, dass neben dem Schutz des Betons vor dem Eindringen von Schadstoffen auch die Oberfläche eine entsprechende Rutschfestigkeit aufweist. Auch eine verbesserte Reinigungsfähigkeit oder eine Ableitfähigkeit von Oberflächen kann zum Einsatz eines Oberflächenschutzsystems führen.

Bauwerksabdichtung

Abdichtungsmaßnahmen haben entscheidenden Einfluss auf die Dauerhaftigkeit von Gebäuden und Gebäudeteilen. Grundsätzliche ist zu vermeiden, dass Feuchtigkeit in die Konstruktionen an Gebäuden eindringen kann und dort zu Schädigungen führt. Eine zielgerichtete Planung von Maßnahmen verbunden mit unserer Fachkompetenz und Erfahrung führt zum nachhaltigen Schutz Ihrer Immobilie.

Die Bauwerksabdichtung lässt sich in folgende Teilbereiche gliedern:

  1. Kellerabdichtung: Zur Abdichtung von Kellerwänden sowie von Kellerböden bedarfs es einer sorgfältigen Analyse der Bausubstanz sowie der zeitlich verwendeten Baustoffe, um Schwachstellen identifizieren und das richtige Abdichtungssystem wählen zu können. Nicht zwingend müssen Kellerwände von außen abgedichtet werden. Mit der Wahl des richtigen Abdichtungssystems können hier spezialisierte Lösungen gefunden werden, um Kellerräume vor eindringendem Wasser und aufsteigender Feuchtigkeit zu schützen und diese Räume nutzbar zu machen.
  2. Balkon- und Terrassenabdichtung: Die Abdichtung von Balkonen und Terrassen erfordert besondere Aufmerksamkeit, um Schäden durch Regen, Schnee und Temperaturschwankungen zu verhindern und die Dauerhaftigkeit zu gewährleisten. Unsere Pläne berücksichtigen diese spezifischen Herausforderungen und bieten robuste Abdichtungslösungen für langlebige Außenbereiche.
  3. Injektionstechnologie zur Abdichtung von Rissen

Für die Instandsetzung und Abdichtung von Rissen bedarf es einer genauen Betrachtung der Risse sowie des Untergrundes, um ein auf das Bauwerk zugeschnittenes System zu wählen. Aufgrund der Komplexität von Rissen mit den unterschiedlichsten Ursachen sind hier zahlreiche Methoden sowie unterschiedliche Materialien möglich und muss individuell geplant werden.

Unsere Vorgehensweise:

  • Umfassende Analyse: Wir führen eine gründliche Analyse jedes Bereichs durch, um individuelle Anforderungen zu verstehen.
  • Maßgeschneiderte Lösungen: Basierend auf der Analyse entwickeln wir maßgeschneiderte Abdichtungskonzepte für jeden Bereich.
  • Modernste Technologien: Wir integrieren innovative Abdichtungstechnologien und hochwertige Materialien in unsere Planung.
  • Transparente Kostenschätzungen: Klare und transparente Kostenschätzungen helfen Ihnen, Ihr Budget effektiv zu managen.

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